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Globalisierung (0700)

Globalisierung lässt sich aufgrund des technischen Fortschritts in den Bereichen Verkehr bzw. Datenübertragung nicht aufhalten, Globalisierung kann auch nicht verboten und nur bedingt kontrolliert werden.
Die Globalisierung hat – wie jeder soziale Wandel – Nutzen und Risiken, Gewinner und Verlierer.
Globalisierung heute verbinde ich mit gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Risiken. Einige wenige Akteure, meist multinationale Unternehmen, praktizieren einen sozialdarwinistischen Raubtierkapitalismus zu Lasten der großen Mehrheit der arbeitenden Menschen. Dies ist z.B. darin sichtbar, dass Produktionsstätten der reichen Ländern in Drittländer verlagert werden, ohne Rücksicht auf soziale und ökonomische Gegebenheiten. Dies kann deshalb geschehen, weil es keine weltweit politisch durchsetzbaren und gültige Regeln für eine ökonomische und ethisch vertretbare Globalisierung gibt.

Prof. Dr.Dr. Radermacher Wie kann das ökonomisch Sachgemäße auf eine sozial und ökologisch möglichst verantwortungsvolle Art und Weise umgesetzt werden?

- Es darf zwischen ethischem Verhalten und profitablem Wirtschaften keine „Entweder-Oder“ Beziehung geben.
- Politik hat Ziele zu setzen, die einerseits die Umverteilung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Einkommen von der Ersten in die Dritte Welt unter humanen Gesichtspunkten ermöglicht, andererseits für die sog. Hochlohnländer qualitativeres Wachstum ermöglicht (Entwicklung und Forschung).

Nationale- und internationale Unternehmensinteressen werden noch für viele Jahre der Hemmschuh für eine vernünftige Globalisierungspolitik sein.
Für mich kann nur eine sog. Weltregierung , welche sich verantwortlich für alle Menschen dieser Erde fühlt, diese Probleme lösen.

Würde man das militärische Jahresbudget der Welt anders verteilen, könnte man die aktuellsten Probleme der Welt sofort lösen. Es gäbe ausreichend Trinkwasser, genügend Nahrung, Bildung für alle. Es bliebe noch viel für Ökologie und für die Lösung der Umweltprobleme.

Prof. Dr.Dr. Radermacher setzt sich für die Erreichung eines sog. "Global-Marshal Planes" ein. Hören Sie dazu eine Radiosendung in Bayern2 von der "Katholischen Welt" zu diesem Thema. Sie finden die Sendung im unteren Abschnitt unter Punkt "Download".

wußten Sie, ...

- dass die Industrieländer (26% der Bevölkerung) ca. 4/5 der Reichtümer der Erde verbrauchen (Stand 2006 - Quelle Prof. Herwig Büchele)?
- dass die UNO 2005 eine extrem aufwendige Bilanz über das Ökosystem unseres Planeten erstellen ließ, die folgende wesentliche Aussage erbrachte: „Die Aktivität des Menschen lastet so schwer auf die natürlichen Funktionen der Erde, dass die Fähigkeiten der Ökosysteme künftige Generationen zu versorgen, nicht mehr als selbstverständlich betrachtet werden kann.“

Downloads

KW_Global_Marshall_Plan.mp3 (19,9 MB)



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