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Gewalt in den Medien (0562)

Gewalt in den Medien hat sich die letzten Jahre in einem nicht mehr zumutbaren Rahmen entwickelt, ohne dass etwas dagegen getan wurde. Darstellung roher Gewalt in den Medien ist inzwischen Alltag geworden. In Kino-, TV- und Videofilmen sowie Computerspielen werden Heranwachsende mit eskalierender Brutalität konfrontiert. Gewalt als Unterhaltung. Doch dabei bricht die Achtung vor dem Leben, dem Recht auf Unversehrtheit und der Würde des Menschen langsam in kleine Stücke. Bis dahin, wo aus dem Spiel blutiger Ernst wird. Die vielen Schreckenstaten Jugendlicher, aber auch Erwachsener, müssen die Gesellschaft endlich aufrütteln. Dies kann nur dadurch geschehen, dass der Weg zur Änderung politisch festgelegt wird, d.h. dass es Gesetze gibt, wonach z.B. Gewalt im Fernsehen unterbunden wird, dass Produzenten von gewaltverherrlichenden Filmen / Computerspielen eine Mitschuld gegeben werden kann. So traurig es klingt, aber für eine menschlichere Gesellschaft, die Gewalt in den Medien ablehnt, gibt es keine ausreichende Lobby, wogegen Personen, die Geschäfte mit Gewaltszenen machen, sich dieser Zuneigung bei unseren Politikern sicher sein können (Beispiel Leo Kirch) .
Für die notwendige Realisierung von gewaltfreien Medien kommen drei Personenkreise in die Verantwortung, die Politiker, Bürger (mit Verantwortungsgefühl, Engagement und Gemeinsinn) und die Journalisten (im Zusammenspiel).
Solange es immer nur einzelne Personen aus diesen Bereichen – und diese dann auch noch unabhängig voneinander- versuchen, etwas zu verändern, wird dies nicht gelingen.
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