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Bus-/Schienennetz - umweltverträgliche Verkehrsmittel (153)

Trotz immerkehrender Wahlversprechen, wonach der Ausbau des Schienenverkehrs bzw. des öffentliche Nahverkehrs Vorrang vor dem Ausbau des Straßennetzes bekommt, sieht die Realität ganz änderst aus. Die letzten Jahre wurde eine verfehlte Verkehrspolitik betrieben.

Während der Ausbau des Straßennetzes einseitig gefördert wurde, kamen umweltfreundliche Verkehrsträger wie die Schiene deutlich zu kurz. Die zwangsläufige Folge waren der Rückzug der Bahn aus der Fläche sowie unterlassene Investitionen in die verbliebenen Strecken. Das Resultat sind überfüllte Autobahnen, Gefahrguttransporte auf den Strassen, Zerstörung der Umwelt, Gesundheitsbelastungen für die Bevölkerung und vieles mehr.

Das Busnetz in Deutschland wird zusehends eingeschränkt. Der öffentliche Nahverkehr wird Jahr für Jahr verringert, was vordergründig die öffentlichen Kassen entlastet, was aber bei genauerer Betrachtung ökologisch und ökonomisch ein großer Fehler ist. Was würde passieren, wenn wir in Deutschland ein Bussystem wie in der Türkei („Dolmusch“) , verbunden mit der neuesten Technologie, einführen würden? (Anm.: Dieses „Dolmusch-System“ basiert auf einem privaten Kleinbussystem zwischen den einzelnen Orten, ist sehr flexibel und kostengünstig).
Der Vorteil wäre, dass ältere, gebrechliche, behinderte oder führerscheinlose Menschen nicht mehr von ihrer Umwelt abgeschnitten wären, wie sie es heute sind. Und die Kosten wären überschaubar.

Heute kostet ein innerdeutscher Flug oftmals weniger als ein Bahnticket. Während das Flugbenzin nicht besteuert wird, muss die Bahn den Dieselkraftstoff voll versteuern. Allein aus dem Umweltschutzgedanken heraus müsste es gerade umgekehrt sein. Das Flugzeug ist von allen Verkehrsmitteln wohl das Umweltschädlichste.

Es zeigt sich, dass aufgrund politischer Vorgaben die Chancengleichheit zwischen Luft, Strasse und Schiene nicht gegeben ist. Ein Beispiel soll dies nochmals verdeutlichen: Die Tatsache, dass ein 40-Tonnen Laster unsere Strassen 60.000-mal so stark belastet wie ein PKW, macht eine LKW Maut notwendig. Die Straßen bezahlen wir alle, den Gewinn kassieren die Spediteure ; dies ist meines Erachtens eine versteckte Subvention und führt gleichzeitig zu einer „Chancenungleichheit“. Kommt die LKW Maut mit entsprechen hohen Abgaben, könnte die Bahn und damit die Umwelt davon profitieren.


Ziel muss es deshalb sein,
- die politisch motivierten Wettbewerbsnachteile zu beseitigen,
- das öffentliche Nahverkehrsimages zu verbessern, indem der Service, die Sauberkeit als auch die Anschlussmöglichkeiten gewährleistet sind,
- ein modernes Verkehrskonzept als attraktive Alternative zum Auto/Flugzeug zu entwickeln, das auf einer schienengebundenen (inklusive Buszubringer) und staufreie Verknüpfungen der Fläche mit den Ballungszentren basiert.
wußten Sie, ...
dass ein 40 Tonnen Laster unsere Strassen 60.000 mal so stark belastet wie ein PKW ?
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