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Politik von Wirtschaft trennen (0314)

Der größte Teil unserer Politiker übt neben ihrer politischen Tätigkeit auch lukrative Ämter in der freien Wirtschaft aus; sie sitzen in Aufsichtsgremien, Vorständen etc.
Abgesehen davon, dass demnach der Beruf des Politikers nicht ausgefüllt ist oder der Job nicht richtig gemacht wird, ist überhaupt nicht einzusehen, dass sie sich aufgrund ihrer politischen Stellung zusätzlich bereichern können.
Aber viel schwerwiegender ist meines Erachtens der vorprogrammierte Interessenskonflikt. Einerseits soll der Politiker die Interessen des Volkes vertreten, anderseits winken ihm (meist) finanzielle Vorteile. Bestes Beispiel ist der ausgeschiedene Wirtschaftsminister Werner Müller. In dem Eon-Ruhrgas-Fusionsgerangel hat er sich gegen das Bundeskartellamt durchgesetzt und die Fusion der Giganten mit einer Ministererlaubnis abgesegnet.
Und jetzt ist er Vorstandsvorsitzender bei der Ruhrgas AG ! Mit ihrer jetzigen Dominanz bestimmt die RAG die Preise, zum Nachteil für die vielen Verbraucher.
Weitere negative Beispiele sind der ehemalige Wirtschaftsminister Bangemann, der italienische Ministerpräsident Berlosconi (bei ihm kommt neben der Wirtschaftmacht auch die Medienmacht hinzu). Die Liste ließe sich unendlich erweitern, sie zeigt aber, dass es für die Verbraucher, für das Volk von großem Schaden sein kann, wenn Politik und Wirtschaft ihre Interessen auf Kosten der Bürger durchsetzen.
wußten Sie, ...
- dass zum Zeitpunkt 3.2.2001 die CSU-Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Fr. Beate Schmitt-Aschmann stellvertretende Chefredakteurin des SAT1 Regionalprogramms ist ?
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